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Bericht vom Weltkongress für Haarforschung 2017 in Kyoto, Japan
7. Januar 2018 - Dr. Andreas Finner

Der 10. Weltkongress für Haarforschung (WCHR2017) fand in Kyoto vom 31. Oktober bis 3. November 2017 statt und wurde ausgetragen von den internationalen Gesellschaften für Haarforschung, darunter der EHRS. Der WCHR2017 zog 709 Teilnehmer mit 380 wissenschaftlichen Beiträgen aus 39 Ländern an und wurde so zu einem der größten WCHR-Treffen. Hinzu kam auch herrliches Wetter und leuchtendes Herbstlaub während der gesamten Zeit.

Das Motto des Treffens war "Das Alte besuchen, das Neue finden", passend zur alten Kaiserstadt Kyoto. Themen waren die klinische und Grundlagen-Haarforschung einschließlich regenerativer Medizin und Haarwiederherstellung.

Die Themen der Hauptvorträge waren Stammzellen des Haares und die Regeneration des Haarfollikels. Innovative Forschungsergebnisse zum Thema dermale Papillenstammzellen und epitheliale Stammzellen der Haarfollikel, einschließlich Keratinozyten (Hornzellen) und Melanozyten, (Pigmentzellen) wurden von Dr. Jeff Biernaskie (Calgary, Kanada) bzw. Dr. Emi Nishimura (Tokio, Japan) präsentiert. Dr. Ohsang Kwon (Seoul, Republik Korea) konzentrierte sich auf die Haarregeneration, um auch dauerhaften Haarausfall durch Chemotherapie zu behandeln. In Japan wird demnächst eine neue Studie zur Anwendung der Zelltherapie beginnen.

Interessant waren auch klinische Vorträge zur Behandlung der verschiedenen Formen des Haarausfalls. Bei Alopecia areata stehen die sogenannten Jak- Inhibitoren zur Verfügung. Die praktische Bedeutung dieser Therapie muss sich noch erweisen.
Bei vernarbenden Alopezien kommt es auf eine rechtzeitige entzündungshemmende Behandlung an.
Bei androgenetischer Alopezie kann eine Kombination bzw. stufenweise Therapie mit Minoxidil, Finasterid (Männer), Antiandrogenen (Frauen), Eigenblutplättchen (PRP) und ggf. Low Level Laser, Prostaglandinen sowie Haartransplantation die besten Ergebnisse erzielen.
Zur Diagnostik stehen neben der Trichoskopie mittels Auflichtmikroskop digitale Systeme zur Verlaufsbeobachtung zur Verfügung.
Die Genetik und die Mechanismen des Haarwachstums und von Haarerkrankungen werden immer besser verstanden, was in Zukunft zu besseren Therapien führen wird.

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