Neue medizinische Leitlinie zur Diagnose und Behandlung von kreisrundem Haarausfall
19. März 2026 - Björn Meyer, Webmaster
Eine neue medizinische Leitlinie zur Diagnose und Behandlung von kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata) bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wurde von einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Ulrike Blume-Peytavi aus Berlin entwickelt, unter Mitarbeit unseres Expertenratsmitglieds Dr. Uwe Schwichtenberg aus Bremen.
Sie richtet sich an Kinder- und Jugendärzte, Hautärzte, Fachleute für psychosomatische Medizin sowie an Betroffene selbst. Ziel ist es, sie dabei zu unterstützen, gemeinsam gut informierte Entscheidungen über die passende Behandlung zu treffen. Die Entwicklung der Leitlinie wurde vom Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert.
Kreisrunder Haarausfall beginnt oft schon im Kindes- oder Jugendalter. Die Erkrankung kann plötzlich auftreten oder immer wiederkehren und im schlimmsten Fall zum vollständigen Verlust der Haare auf dem Kopf, im Gesicht und am Körper führen, erklärt das Projektteam.
Der sichtbare Haarverlust bringt nicht nur äußerliche und praktische Einschränkungen mit sich, sondern belastet viele Betroffene auch emotional stark. Häufig kommt es zu Ausgrenzung, Mobbing oder sozialem Rückzug, was die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen kann, so die Arbeitsgruppe.
Vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene können dadurch in wichtigen Lebensphasen – etwa in der Familie oder bei der Berufsorientierung – langfristig beeinträchtigt werden. Bisher fehlten klare, wissenschaftlich fundierte Empfehlungen zur Diagnose und Behandlung der verschiedenen Formen dieser Erkrankung. Gerade für diese Altersgruppen mit besonderen Bedürfnissen sind solche Leitlinien jedoch besonders wichtig.
Das 67 seitige Dokument ist unter folgendem Link im Internet einsehbar:
| 2026 | |
|---|---|