Für individuelle Informationen und Empfehlungen ist ein Besuch beim Hautarzt unerlässlich.
Seit Oktober 2004 gibt es eine neue Creme gegen unerwünschte Gesichtsbehaarung (Hypertrichose, Hirsutismus). Der Wirkstoff ist Eflornithin, der Handelsname Vaniqa. Die Creme ist verschreibungspflichtig und kostet etwa 50 Euro für 2 Monate. Sie muss morgens und abends auf die unerwünscht behaarten Stellen aufgetragen werden. Ein Drittel der Patientinnen hat eine deutliche Verminderung des unerwünschten Haarwuchses, ein Drittel eine mittlere Verminderung, und bei einem letzten Drittel wirkt sie leider nicht.
Die Haarfarbe spielt keine Rolle bei der Wirksamkeit\[,.\] Vaniqa wirkt bei weissen, braunen und schwarzen Haaren.
Prof. Dr. Hans Wolff
Die Hauptbehandlungsstellen für Vaniqa sind das Gesicht und der Hals. An anderen Körperstellen wirkt sie wahrscheinlich auch. Eine Anwendung z.B. an den Beinen wäre aber viel zu teuer, denn die Behandlung muss kontinuierlich durchgeführt werden.
Prof. Dr. Hans Wolff
Natürlich kann die Vaniqa Creme auch während einer Laserbehandlung weiter angewandt werden. Die beiden Verfahren eignen sich auch sehr gut in Ergänzung um kurzfristig möglich optimale Therapieeffekte zu erzielen.
Dr. Christian Kunte
Wenn Sie bei der Anwendung der Vaniqa Creme die Anwendung gelegentlich mal vergessen, so sollte kein nachteiliger Effekt zu befürchten sein. Trotzdem ist die regelmäßige, vorgeschriebene Anwendung wichtig um einen optimalen Therapieeffekt zu erzielen.
Dr. Christian Kunte
Die Anwendung von Vaniqa Creme (Wirkstoff: Eflornithin) ist ein neues Verfahren zur Behandlung der Gesichts-Hypertrichose der Frau (verstärkte Behaarung an Oberlippe, Wangen und Kinn). Eflornithin hemmt die Ornithindekarboxylase. Das Enzym Ornithindekarboxylase katalysiert die Reaktion von Ornithin zu Putrescin. Polyamine wie Putrescin, Spermidin und Spermin sind Bestandteile aller lebenden Zellen. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Regulation von Zellwachstum und Differenzierung, auch im Haarfollikel. Über ein beschleunigtes Entstehen von Falten unter dieser Behandlung ist nicht bekannt. Hierfür gibt es keinerlei Anhaltspunkte.
Dr. Christian Kunte
Ob bei Ihnen von der Einnahme der Diane abgeraten werden muss, kann natürlich nicht per Internet entschieden werden. Hierzu müssten Sie bitte erneut Ihre Frauenärztin konsultieren.
Ansonsten gibt es natürlich eine Reihe verschiedener Möglichkeiten der Gesichtsbehaarung temporär beizukommen. Angefangen von Rasur, Auszupfen der Haare, Wachsepialtion, Anwendung von Thioglykolaten (z.B. Veet) oder Bleichung. Eine andere Möglichkeit die zum Teil dauerhaft Haare entfernt ist die Thermolyse oder Elektrolyse, welche von Kosmetikerinnen durchgeführt wird. Mehrere Behandlungen sind erforderlich, die Behandlung kann schmerzhaft sein.
Laser und Blitzlampen werden bereits seit Jahren zur Behandlung von Hypertrichosen (verstärkter Behaarung) eingesetzt. Die Studienlage zur Beurteilung der Effektivität und Nachhaltigkeit der Enthaarung ist dürftig. Bei geeigneten Stellen, dunklen Haaren in Kombination mit heller Haut und nicht zu großen Flächen lassen sich zum Teil recht zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Wichtig zu wissen ist, dass mehrere Behandlungen erforderlich sind um gute Effekte zu erzielen. Wie lange die Haare wegbleiben ist jedoch schwierig vorherzusagen. Zum Teil bleiben die Haare dauerhaft weg, zum Teil wachsen sie wieder nach. Auf jeden Fall sollte man sich in die Hände eines erfahrenen Laserspezialisten begeben um sich beraten zu lassen.
Ein relativ neues Verfahren zur Behandlung der Gesichts-Hypertrichose der Frau (verstärkte Behaarung an Oberlippe, Wangen und Kinn) stellt die medikamentöse Inhibition der Ornithindekarboxylase durch Eflornithin-Creme dar. Das Enzym Ornithindekarboxylase katalysiert die Reaktion von Ornithin zu Putrescin. Polyamine wie Putrescin, Spermidin und Spermin sind Bestandteile aller lebenden Zellen. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Regulation von Zellwachstum und Differenzierung, auch im Haarfollikel. In zwei grossen randomisierten, plazebokontrollierten Studien an insgesamt 596 Frauen mit Hypertrichose im Gesicht konnte gezeigt werden, dass zweimal täglich äußerlich aufgetragene Eflornithin-Creme (Vaniqa) in der Lage ist, das Haarwachstum zu hemmen. Etwas vereinfacht kann man sagen, dass 1/3 der Frauen sehr gut auf die Creme anspricht, 1/3 mittelstark und 1/3 gar nicht. In welche Gruppe die jeweilige Patientin gehört, kann in der Regel bereits nach 8 Wochen Anwendung entschieden werden. Nach Absetzen der Behandlung ging allerdings innerhalb von 8 Wochen der Behandlungsnutzen wieder verloren. Als Nebenwirkung wurde von etwa 5% der Frauen Brennen, Stechen und Kribbeln der Haut, sowie akneartiger Hautausschlag, angegeben.
Dr. Christian Kunte
Die Inhaltsstoffe sind auf der Packung von Vaniqa genau aufgeführt. Neben dem Wirkstoff Eflornithin sind dies emulgierender Cetostearylalkohol, Macrogolcetylstearylether 20, Dimeticon, Glycerolstearat, Polyethylenglykol-100-stearat, Methyl-4-Hydroxybenzoat (E218), dickfl. Paraffin, Phenoxyethanol, Propyl-4-hydroxybenzoat (E216), ger. Wasser, Stearylalkohol.
Wollwachs, Nickel und Chrom habe ich nicht entdeckt.
Prof. Dr. Hans Wolff
Was die Wirksamkeit angeht, gilt bei Vaniqa eine Dreier-Regel: - Bei einem Drittel der Anwenderinnen hilft es so gut, dass keine anderen Enthaarungsmassnahmen mehr nötig sind. - Bei einem weiteren Drittel hilft es gut, aber nicht komplett. - Beim letzten Drittel hilft es leider so gut wie gar nicht.
Zu welcher Gruppe eine Anwenderin gehört, kann man frühestens nach 2-4 Monaten entscheiden. Bei den Frauen, die weitere Enthaarungsmassnahmen benötigen, kann jede andere Massnahme mit Vaniqa kombiniert werden. In der Regel sind diese Anwendungen, z.B. die Wachsepilation, dann nicht mehr so häufig notwendig.
Ihr Prof. H. Wolff
Wichtig bei neu aufgetretener verstärkter Gesichtsbehaarung ist immer die Verteilung des Haarwachstums. Finden sich neue Haare im gesamten Gesicht, so kommen andere Ursachen in Frage, als wenn die Haare nur an Oberlippen und Kinn verstärkt wachsen. Bei dunklen Hauttypen, gegebenenfalls südeuropäischer Abstammung, sind verstärkte Behaarungen häufig auch konstitutionell (keine erkennbare Ursache, familiär gehäuft) bedingt. In jedem Fall sollte vor Einleitung einer spezifischen Therapie eine gründliche Ursachenforschung betrieben werden. Ein Therapieoption wäre bei Befall lediglich der Oberlippe die Anwendung von Eflornithin-Creme (Vaniqa®). Eine Lasertherapie ist bei sehr dunklem Hauttyp nur mit äußerster Vorsicht durchzuführen, da bleibende Pigmentstörungen entstehen können. Ansonsten gibt es natürlich eine Reihe verschiedener Möglichkeiten der Gesichtsbehaarung vorübergehend beizukommen: Rasur, Auszupfen der Haare, Wachsepialtion, Anwendung von Thioglykolaten (z.B. Veet) oder Bleichung.
Dr. C. Kunte
Prinzipiell ist eine Wirkung auf den männlichen Bartwuchs natürlich vom Wirkmechanismus her möglich. Meines Wissens nach wurden hierzu jedoch keine Studien durchgeführt. Veröffentlicht sind in jedem Fall keine Untersuchungen. Aufgrund der deutlich kräftiger Haare des männlichen Bartes, im Vergleich zur verstärkten Behaarung bei der Frau, ist allenfalls nur eine geringe Wirkung zu erwarten. Außerdem ist dann bei Anwendung auch nicht gewährleistet, dass der Bartwuchs auf der stärker wachsenden Seite genau so stark gehemmt wird, dass eine Symmetrie zur anderen Seite entsteht.
Dr. C. Kunte