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Häufige Fragen zum Haarersatz

Wie finde ich ein gutes Zweithaar-Studio?

Am besten lässt man sich in zwei oder drei Studios unverbindlich beraten. Dabei kann man nicht nur die Preise vergleichen, sondern man merkt auch, wo man sich wohl fühlt. "Die Vertrauensbasis ist wichtig". Adressen unter: Zweithaarpraxis.de

Haarteil oder Perücke?

Wenn nur die Haare am Oberkopf betroffen sind (bei diffusem oder androgenetischem Haarausfall), reicht ein Haarteil - egal ob sie teilweise oder ganz ausgefallen sind. Anders ist es, wenn der gesamte Kopf betroffen ist (Chemo oder Alopecia Areata Totalis) - dann ist eine Perücke erforderlich. Für manche ist eine Perücke auch bequemer, da hier im Gegensatz zum Haarteil, welches mit etwas Geschick in die Eigenhaare integriert werden sollte, eine fast fertige Frisur zum Einsatz kommt und sie entscheiden sich deshalb dafür.

Ist eine permanente Befestigung sinnvoll?

Es gibt Haarteile, die abgenommen werden können, und solche, die permanent befestigt werden. Eine permanente Befestigung ist für viele vor allem aus psychischen Gründen interessant. Ihre Kollegen und Freunde, selbst der Partner, sehen die Betroffene nur mit vollem Haar. Zu einer permanenten Befestigung sollten aber nur Frauen greifen, die - aus welchem Grund auch immer - wirklich mehr Haare benötigen und voraussichtlich immer Zweithaar tragen werden. Der Grund: Egal, für welche Methode man sich entscheidet, das Haarteil belastet das eigene Haar, weil es dort befestigt wird (mit Ausnahme der Vollverklebung, Erläuterung siehe unten). Eine permanente Befestigung erfordert regelmäßigen Besuch des Studios, denn sie muss alle vier bis sechs Wochen erneuert werden. Zeitaufwand je nach Größe und Art ca. 1-2 Std. Ein Haarteil zur permanenten Befestigung hält je nach Herstellungsart und Haarqualität zwischen 1-3 Jahre.

Wie wird ein Haarteil permanent befestigt?

Zu den gängigsten Methoden gehört das "Hairweaving". Dabei werden etwa 30 bis 40 Haarsträhnen mit Fäden verwoben und anschließend mit dem Haarteil verbunden.

Das "Micropoint-Verfahren" funktioniert ähnlich, allerdings wird dabei auf die verknotete Haarsträhne jeweils ein Klebepunkt angebracht, damit der Knoten nicht aufgeht.

Eine weitere Methode nennt sich "MicroBellargo", Eigen- und Fremdhaar werden dabei mit weichen Hülsen miteinander verbunden.

Bei allen genannten Methoden ist nach vier bis sechs Wochen aufgrund der nachwachsenden Haare ein Service notwendig, bei dem das Haarteil gelöst und wieder neu befestigt wird. Beim Verkleben (Vollbonding), bei dem der Haarträger mittels Hautkleber auf der Kopfhaut verbunden wird, ist dies meist schon nach 3-4 Wochen notwendig. Dafür müssen die Eigenhaare abrasiert werden.

Was spricht für abnehmbare Haarteile?

Abnehmbare Haarteile werden mit Clips befestigt. Da die Clips beim Liegen auf den Kopf drücken und Spannung am Eigenhaar hervorrufen können, sollten sie nachts nicht getragen werden. Ihr Vorteil: Sie müssen im Gegensatz zu den dauerhaft befestigten Haarteilen nicht nach vier bis sechs Wochen erneut im Studio befestigt werden, der Träger oder die Trägerin befestigt das Zweithaar selbst. Natürlich müssen auch hier die Hinweise des Zweithaarspezialisten befolgt werden, um Probleme am Eigenhaar zu vermeiden.

Welche Haarqualität soll ich wählen?

Kunsthaare sind für eine dauerhafte Befestigung ungeeignet. Durch die Reibung beim Liegen werden die Synthetik-Haare aufgeraut und splissig. Für abnehmbare Haarteile ist Synthetik dagegen durchaus geeignet. Man sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass künstliche Haare generell eine kürzere Lebensdauer (3-9 Monate) haben und auch nicht wie Echthaar behandelt werden können.

Dagegen kann Echthaar wie gewohnt gefönt und gegebenenfalls farblich behandelt werden. Weit verbreitet ist bei uns neben europäischem Haar auch Echthaar aus Asien, vor allem aus Indien. Der Nachteil: Da die Haare dicker und meistens auch dunkler sind als Europäische Haare, müssen sie für den europäischen Markt vorbehandelt werden. Die Haare müssen deshalb intensiver gepflegt werden und haben trotzdem eine vergleichsweise kürzere Lebensdauer. Während europäisches Haar bis zu drei Jahre getragen werden kann, muss man asiatisches Haar aufgrund der Vorbehandlung in der Regel spätestens nach einem Jahr ersetzen.