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Expertenrat zum anlagebedingten Haarausfall des Mannes

Thema: Alternativen zu Finasterid-Tablette 1mg bei Fortführung Minoxidil
Autor:

Sandro

2018-08-28 10:37:18

Sehr geehrtes Expertenteam,

an dieser Stelle einmal vielen Dank für diese Plattform, die ich seit 2001 regelmäßig besuche und die mir fundiertes Wissen zum Thema liefert.

Nun zu meiner Frage, die wie ich denke, einigen Patienten ebenso durch den Kopf geht, insoweit Finasterid gewollt oder ungewollt abgesetzt werden muss:

Seit 5 Monaten habe ich (37 Jahre) orales Finasterid 1mg, welches ich seit 16 Jahren erfolgreich eingenommen habe, aufgrund Verdacht auf Nebenwirkungen (Fruchtbarkeit bei Kinderwunsch) vorübergehend, d.h. hoffentlich bis zum Eintritt der Schwangerschaft meiner Partnerin, abgesetzt (das Spermiogramm hat sich auf jeden Fall ohne Finasterid verbessert)

Zur Therapie verwende ich seither nur noch 2x täglich Minoxidil 5%, welches ich ohnehin seit ca. 3 Jahren durchgehend verwende.

Bisher kann ich allenfalls einen minimalen erhöhten Haarausfall feststellen. Optisch keine Veränderung.

Trotzdem macht es mir doch so langsam Sorge, dass ich das weggefallene orale Finasterid allein durch Minoxidil nicht mehr kompensieren kann und meine Haare verliere.

Welche Optionen sehen Sie neben Minoxidil?

Wäre eine versuchsweise Behandlung mit Finasterid-Lösung denkbar? Gibt es hier vielleicht schon ein bewährtes Verfahren im Selbstheilungsversuch?

Gibt es sonst nennenswerte Optionen?

Wann rechnen Sie mit der "kritischen Schwelle" für das noch vorhandene Haarkleid, falls das Finasterid oral nicht ersetzt wird?

Autor:

Dr. Uwe Schwichtenberg
<p>Dr. Uwe Schwichtenberg

Experte
Beiträge:498

2018-08-29 21:45:24

Sehr geehrter Fragesteller


Wir rechnen mit interessanten Ergebnissen sowohl für Minoxidil in Tablettenform als auch für Finasterid als Lösung. In beiden Fällen gibt die Datenlage aber weder für die Erfolgsraten noch für die Sicherheitsdaten derzeit substanzielles her. Gerade die Sicherheitsdaten wären aber bei der Finasteridlösung bei Ihrer aktuellen Fragestellung relevant. Beide Verfahren wären selbstverständlich individuelle Heilversuche außerhalb des Zulassungsbereiches und sollten - wenn überhaupt - nur unter ärztlicher Kontrolle und nach ausführlicher Risikoaufklärung erfolgen.

Zur "kritischen Schwelle" gibt es auch keine Daten aber zumindest praktische Erfahrungen, die aber natürlich auch interindividuell schwanken. Ich würde das Zeitfenster bei frühestens 3-9 Monaten ansetzen.



Ihr Dr. Uwe Schwichtenberg





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