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Biochemische Haaranalysen, Messungen des Haarschaftdurchmessers, Psyche und Haarausfall
3. April 2003 - Dr. Jens Meyer

Am 29. März 2003 fand in Hamburg das Seminar "Diagnostik und Therapie von Haarerkrankungen" der Firma Galderma Laboratorium GmbH statt. Referentin war Fr. Dr. Corinna Peter, Haarspezialistin und niedergelassene Dermatologin in Hamburg. Inhalte der Veranstaltung waren neben praktischen Übungen zur Trichogrammentnahme und Erörterungen zum Einsatz von Haartherapeutika auch die Themen Biochemische Haaranalysen, Messungen des Haarschaftdurchmessers sowie Psyche und Haarausfall, über die im Folgenden ein kurzer Überblick gegeben werden soll.

Biochemische Haaranalysen sind nicht zuletzt seit der Drogenaffäre um den Fußballtrainer Christoph Daum für jedermann ein Begriff. Aber auch zur Diagnostik von Haarausfall und Haarwachstumsstörungen werden diese Untersuchungen mitunter angeboten. Bei der biochemischen Haaranalyse ergebe sich jedoch das Problem, so die Referentin, dass hierfür keine standardisierten Normwerte vorlägen und auch die Messmethoden nicht einheitlich seien. Oft kosteten die Untersuchungen viel Geld und die Patienten bekämen einen zehn Seiten umfassenden Befundbericht ausgehändigt. Konkrete Hinweise zur Therapie ergäben sich hieraus jedoch zumeist nicht. Fr. Dr. Peter betonte, dass biochemische Haaranalysen durchaus sinnvoll sein könnten, hierfür jedoch eine klare Fragestellung vorliegen sollte.

Mit der Messung des Haarschaftdurchmessers und der Bestimmung der Haarschaftform stellte die Referentin eine interessante und einfach durchzuführende Untersuchungsmethode vor, welche Aufschluss über das unterschiedliche Verhalten der Haare bei Dauerwellen, Haarfärbungen und der Anwendung von Pflegeprodukten geben könne. Die normale Dicke des Haarschaftes liegt zwischen 0,05 und 0,07 mm. Feines, also weniger als 0,05mm durchmessendes Haar sei insgesamt schwer wellbar, auch könne es beim Färben zu dunkleren Tönen kommen als in der Farbskala angegeben. Dickes Haar hingegen wirke oft heller als aufgrund der Vorgabe zu erwarten. In Bezug auf die Form des Haarschaftes beschrieb Fr. Dr. Peter, unterscheide man zwischen rundem, ovalem und bandförmigem Haar. Ersteres zeige ein sehr gutes bzw. laut Tabelle erwartungsgemäßes Well- und Farbergebnis. Während ovales Haar zumeist ein gutes Well- und Färbeverhalten erwarten ließe, komme es bei bandförmigem Haar jedoch oft zu einem schlechten Wellergebnis..

Als weiterer interessanter Punkt wurde auch der Themenbereich Haarausfall und Psyche angesprochen. Fr. Dr. Peter berichtete, in Ihrer Haarsprechstunde des öfteren diffusen Haarausfall mehrere Monate nach Streßsituationen wie z.B. Trennungen zu beobachten. Auch in unsrerem Expertenrat wurde das Thema Haare und Psyche bereits des öfteren angesprochen. Dr. Kunte hatte hierzu erst kürzlich Stellung bezogen: "Immer wieder wird diskutiert, ob Stress Einfluss auf den Haarausfall haben kann. Wissenschaftliche Belege hierzu gibt es nicht. Stress kann jedoch die Psyche negativ beeinflussen und dieses wiederum zu körperlichen Erscheinungen führen. So kann Stress zu verstärktem Schwitzen, Verschlechterung einer Neurodermitis, erhöhtem Blutdruck und anderen körperlichen Erscheinungen führen. Warum sollte Stress also keinen Einfluss auf den Haarstatus haben?" Auf die Frage hingegen, ob Stress alleine auch eine starke Haarlichtung bzw. eine Glatzenbildung bedingen könnte, antwortete Prof. Wolff: "Verstärkte Haarlichtung oder gar Glatzenbildung durch psychische Faktoren halte ich für ausgeschlossen."

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